Nationalparks in SüdAfrika

In nur wenigen Ländern gibt es so viele Nationalparks wie in Südafrika. Der Schutz von Wildtieren hat im Land am Kap eine lange Tradition. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Schutzgebiete im Norden des Landes ausgewiesen. Heute gibt es 20 Nationalparks und Hunderte von kleineren, regionalen Naturreservaten in Südafrika. Mittlerweile sind die vorbildlich geführten Parks zu einer der wichtigsten Einnahmequellen des Tourismus geworden.

Die 20 Nationalparks Südafrikas verteilen sich in unterschiedlicher Grösse und Vielfalt über das ganze Land. Angefangen bei dem kleinen "Agulhas National Park", der nur das Gebiet um die südlichste Spitze Afrikas umfasst, bis hin zum riesigen "Kruger National Park", der sich über ein Gebiet von der Grösse Israels erstreckt. Manche von ihnen bestechen eher durch ihre landschaftliche Schönheit als durch einen besonderen Artenreichtum, wie zum Beispiel der "Augrabies Falls National Park" oder der "Richtersveld National Park". Beide liegen in den menschenleeren, abweisenden Gegenden an der Grenze zu Namibia. Andere wiederum besitzen ein riesiges Spektrum an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel der "Marakele National Park" nördlich von Johannesburg oder der "Addo Elephant National Park" in der Nähe von Port Elizabeth.

Alle Nationalparks stehen unter staatlicher Leitung. Schon früh erkannte das Land am Kap, dass die ausgesprochen artenreiche Landschaft eine besondere Schutzpolitik benötigt, um die Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Grosswildjäger und Farmer hatten beispielsweise im 19. Jahrhundert das Quagga, eine Minizebra-Art vollständig ausgerottet. Anderen Wildtieren sollte nicht das gleiche Schicksal wiederfahren. Somit wurden unter anderem spezielle Reservate für bedrohte Tierarten aufgebaut, wie der 1937 zum Schutz für das seltene Bergzebra gegründete "Mountain Zebra National Park".

Die Nationalparks Südafrikas verfolgen drei grundsätzliche Ziele

  • Die Bewahrung typischer Beispiele der Artenvielfalt.
  • Aufbauarbeit in den Gemeinden und die Ausbildung der Menschen zu fördern.
    (in den Gebieten in und um die Parks)

  • Den Menschen eine Erholungsmöglichkeit bieten.

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